Heilhypnose – was sie ist und wie sie wirkt

Was ist Hypnose?

Hypnose gilt als eines der ältesten Heilverfahren der Welt. Schon vor rund 4000 Jahren wurde die Heilhypnose von Priestern im antiken Griechenland erfolgreich eingesetzt.

Das Wort Hypnose leitet sich aus dem griechischen Wort hypnos = Schlaf ab, wobei man bei der Hypnose nicht wirklich schläft. Es ist eher ein Zustand zwischen Wachsein und Schlafen. Der Hypnotisierte ist körperlich tief entspannt. Das Zeitgefühl geht verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl. Im Gegensatz zum normalen Tagesbewusstsein werden die Außenreize ausgeblendet. In Trance verringern sich die Gehirnwellen, Fachleute sprechen vom „Alphazustand“.

 

Wie funktioniert Hypnose?

Vor Beginn der Heilhypnose wird der Ablauf im Einzelnen mit dem Patienten besprochen und erklärt. Danach wird er durch den Therapeuten in Trance versetzt, indem er ihm einen Leitsatz vorgibt. Beispiel: „Sie werden jetzt ruhig und entspannt, Ihre Arme und Beine werden schwer, Sie werden müde!“
Ihr Organismus beruhigt sich, Ihre Augenlider werden schwer und Sie tauchen langsam weg – ähnlich wie kurz vor dem Einschlafen. Ängste und Schmerzen treten in den Hintergrund. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, der Atem wird ruhiger, der Blutdruck sinkt und die Muskulatur entspannt sich. Es werden weniger Stresshormone ausgeschüttet. Ihr Bewusstsein für Zeit und Ort wird aber nicht beeinträchtigt.

Werden Sie durch Hypnose willenlos?

Hypnose löst bei vielen Menschen Angst aus, weil sie fürchten, dass sie dabei die Kontrolle über sich verlieren und Dinge sagen oder tun, die sie gar nicht wollen. Doch diese Befürchtungen sind unbegründet. Niemand wird unter einer Hypnose willenlos und plaudert intime Geheimnisse aus, obwohl das bei Show-Hypnosen gern suggeriert wird. Solche Vorstellungen sind weit von der Wirklichkeit entfernt. Gegen Ihren Willen können Sie nicht hypnotisiert werden. Experten sprechen daher auch von „gelenkter Selbsthypnose“. Und die ist seit vielen Jahren wissenschaftlich anerkannt und wird erfolgreich in der Therapie genutzt. Dabei hat sie sich nicht nur als höchst effizientes, sondern auch als sicheres Verfahren bewährt.

Wie wirkt die Heilhypnose?

Die Heilhypnose ist eine Therapieform mit überdurchschnittlichen Erfolgsaussichten. Dabei wird das Unterbewusstsein dazu angeregt, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und heilsame Prozesse in Gang zu setzen. Sie ist vollkommen nebenwirkungsfrei und es gibt keine Nachwirkungen.  Anwendungsgebiete der Hypnose sind:

  • Raucherentwöhnung
  • Abnehmen
  • Reizdarm, Bluthochdruck, Neurodermitis, Allergien
  • Ängste
  • Stressabbau
  • Kopfschmerzen, Migräne, chronische Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Verhaltensänderung
  • Leistungssteigerung in der Schule, im Sport und Beruf

Wie lange dauert eine Behandlung mit Hypnose?

Das hängt von der Erkrankung und dem gesundheitlichen Zustand ab. Eine Raucherentwöhnung oder die Unterstützung bei einer Gewichtsreduktion können bis zu 20 Sitzungen in Anspruch nehmen. Viele Leiden können sich aber auch schon nach drei oder vier Sitzungen bessern.